I) Neulich in einem Garten, unweit von Krems...
irgendein Nachmittag, ohne genauen Beginn und ohne vorher festgelegtes Ende. Gemeinsam eine Wurmkiste gebaut, den kleinen zugesehen, spielerisch Bewegungen auszuprobiert, gelacht, mit lieben Menschen Zeit verbracht, ohne Handy oder Uhrzeit im Auge zu behalten.
Und dabei ohne spektakuläre Erlebnisse ein Gefühl von tiefem Vertrauen und Verbundenheit mit nach Hause genommen.
II) Das Team um Neurowissenschafter Uri Hasson der Princeton University erforscht die Auswirkungen von Geschichtenerzählen auf die Gehirnaktivität mittels funktioneller Magnetresonanztomographie.
Beim Hören der selben Geschichte entstehen bei Probanden gleiche Muster von Gehirnaktivität. Beim Erzähler ebenso wie beim Zuhörer. Und auch beim Übersetzen der Geschichte in eine andere Sprache sind die enstehenden Aktivitätsmuster bei Erzähler und Zuhörer die gleichen. Die "Ausrichtung" und Angleichung der Gedankenwelt bei einer gleich gehörten Geschichte ist somit darstellbar. Spannend, finde ich. Wie sehr bleiben unsere Gedanken unsere eigenen beim Zuhören? Und welche Bedeutung kommt daher dem Geschichtenerzählen zu?
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Wann entsteht bei dir ein Gefühl von "Verbundenheit"? - mit dir selber, mit anderen, mit deiner Umgebung?

