Alpbach Lern Programm

Was kann entstehen, wenn man in einem Tiroler Bergdorf eine Horde Kinder und renommierte WissenschafterInnen und Persönlichkeiten aufeinander loslässt?

Während des EUROPEAN FORUM ALPBACH haben wir die spannende Möglichkeit, beim Alpbach Lern Programm ALP mitzuwirken. Wir haben uns gemeinsam ein Konzept ausgedacht, das die Kids von 7 bis 14 während der nächsten drei Wochen hoffentlich inspiriert, Neugier weckt, uns alle gemeinsam eine tolle Zeit erleben und viele Erfahrungen sammeln lässt.

Das Forum findet heuer unter dem Titel "Neue Aufklärung" statt. Wir wollen den Kids dabei einen Rahmen für die interessanten Workshops mit WissenschafterInnen, ForumsteilnehmerInnen und AlpbacherInnen bieten - und spannen dabei den Bogen von Schärfung der Wahrnehmung, praktischem und kreativem Potential, kooperativen Fähigkeiten als Gruppe, Gewaltfreier Kommunikation bis zu den interaktiven Vorträgen über Technologie, Politik, Philosophie, Kunst und Architektur.

Wir sind schon sehr neugierig, was die nächsten Wochen bringen werden!

http://www.alpbach.org/de/
und eine grobe Übersicht über das Programm gibt's da:
https://www.alpbach.org/wp-content/uploads/2016/08/ALP_Programme.pdf

Die Billig-Falle

Beitrag von Ralph Liebing
www.taorganics.com

Menschen, die sich nur am Preis orientieren, tappen oft in eine Falle, da es kaum Dinge am Markt gibt, die nicht ein wenig schlechter erzeugt und daher billiger verkauft werden können.Zuviel zu bezahlen, ist unklug; schlechter ist noch, zu wenig zu bezahlen. Zahlen Sie zuviel, verlieren Sie etwas Geld, mehr nicht. Zahlen Sie zuwenig, verlieren Sie oft alles, da das erstandene Produkt letztendlich Ihre Erwartungen nicht erfüllt oder Ihnen sogar schadet.Das Gesetz der Wirtschaft verbietet es, für wenig Geld viel Wert zu erhalten.Wer zum niedrigsten Angebot greift, riskiert, etwas hinzurechnen zu müssen.Tun Sie das, dann könnten Sie sich von vornherein das bessere Produkt leisten. 
                 nach John Ruskin, 1819-1900 (engl. Sozialreformer) 


Wer will nicht für sein sauer verdientes Geld den größtmöglichen Gegenwert erhalten?

Dieser Anspruch ist legitim. Er birgt aber Facetten in sich, die gerne übersehen oder
verschwiegen werden. Aber gerade diese sollten uns nachdenklich stimmen:

Wie kann es sein, dass etwas „billig“ ist?

Abgesehen von Aktionen und Abverkäufen geht es im Allgemeinen auf Kosten des Produkt-Wertes oder auf Kosten derer, die es herstellen – im schlimmsten Falle auf Kosten beider.



Billig und seine Folgen


Auf Nahrungsmittel umgelegt geht es aber letztendlich vor allem auf Kosten jener
Konsumenten, die vorrangig zu Billig-Angeboten greifen. Gerade, was die Ernährung
anbelangt, haben inzwischen viele Studien nachgewiesen, dass ernährungsbedingte
Krankheiten dem Staat – und damit auch jedem seiner Bürger – enorme Kosten
verursachen. Und was wir essen, müssen wir vorher einkaufen - d.h. dass diese Krankheiten (in hohem Masse z.B. Allergien) auch mit den gängigen Einkaufsgewohnheiten in Verbindung gebracht werden müssen. Dass dabei Nahrungsmittel-Billigware mit hineinspielt, ist naheliegend.


Bio ist Spitze!

Bioprodukte sind an der obersten Spitze der Lebensmittelpyramide angesiedelt. Sie schmecken hervorragend, sind gesund und von höher Qualität. Sie kosten berechtigter Weise mehr als konventionelle Produkte, was allein schon durch die viel aufwendigere Erzeugung und Verarbeitung gerechtfertigt ist. Im Sinne der negativen Umwelteinflüsse durch konventionelle Anbau- und Verarbeitungsmethoden und deren Folgekosten für die Allgemeinheit müssten eigentlich deren Erzeugnisse teurer angeboten werden als Bio-Produkte.


Gewinn durch Bio auf allen Linie

Der Bio-Konsument gewinnt durch Bio-Lebensmittel in vielfacher Weise: er hat das ultimative Frische- und Geschmackserlebnis, tut sich und seiner Gesundheit etwas Gutes und trägt durch den Kauf von Produkten aus kontrolliert-biologischer Landwirtschaft auch noch entscheidend zur Erhaltung der Umwelt, auch für nachfolgende Generationen, bei. Der anhaltende Trend hin zu Bio-Lebensmitteln untermauert, dass ein wachsender Teil der Bevölkerung sich dieser Umstände bewusst wird und auch bereit ist, dafür das entscheidende bisschen mehr zu bezahlen. Vielleicht hilft uns hier auch noch das altbekannte Sprichwort: 


Wer billig kauft, kauft teuer! 

Es stellt sich somit für uns Alle die täglich wiederkehrende Frage: welchem System spielen wir durch unser Kaufverhalten den Ball zu?


© Ralph Liebing


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http://derstandard.at/2000006560605/Was-zu-billig-klingt-ist-meist-nichts-wert