Kostbarer Honig



Es ist ein großes Glücksgefühl Honig in mir aufzunehmen.
Erst seit kurzem ist mir klar, was für ein Verbundenheitsgefühl Honig in mir erinnert.
Erst seit kurzem spür ich diese Reinheit und diesen Frieden, der mir durch den Honig geschenkt ist.
Bald darf ich selbst eine Bienenhüterin sein, und mehr und mehr tauche ich ein in die Welt der Bienen, die auch die meine ist, die auch die deine ist. Und seit gestern geht mir auch die Varroa- Milbe nicht mehr aus dem Kopf, und dem Herz und dem Bauch. Sie gehört zu der Welt der Bienen zu dieser Zeit dazu. Sie ist Teil. Wie ich, wie du.
Ich möchte dir heute von den Bienen vorschwärmen.
Schwärmen bedeutet bei den Bienen, dass die Zeit gekommen ist einer frisch geschlüpften Königin die Bienenwohnung und ein Teil des Volkes zu überlassen. Die alte weise Königin schwärmt umflogen von ihrem Anteil des Volkes aus, um sich an einem anderen Ort niederzulassen. (wenn sich die alte Königin zu schwach dafür fühlt, kommt es zu ihrem Tod durch die neue Königin. )
Die Bienen leben konsequent. Sie dienen der Erde und allen Lebewesen.
Es gibt nichts was sie auslassen. Sie pflegen ihre Brut, sie Bauen ihre Kammern in ihrem Stil, aus feinsten Wachsblättchen aus ihren Körpern geschwitzt. Sie räumen auf, sie bewachen den Eingang der Wohnung vor räubernden Eindringlingen (unter Einsatz ihres Lebens) und schützen somit ihr Volk, sie fliegen aus und besuchen die gesunden lebendigen offenen Blüten, von denen sie sich durch Duft gerufen fühlen. Sie bringen feinste, von Licht durchleuchtete Nahrung heim für alle Daheimgebliebenen und sich selbst. Sie bestäuben viele Bäume, Sträucher und Blumen und schenken dadurch vielen anderen Lebewesen Freude und Fülle. Sie lagern ein, sie zeigen anderen Bienen den Weg zu voller Blütenpracht (durch Tanz in der Bienenwohnung), sie holen Wasser, holen Baumharze als Kitt und hochwertiges Baumaterial zum Beimischen. Sie schieben vor dem Winter ihre Drohnen
vor die Tür, die nicht mit überwintern können. Sie wärmen sich und ihre Bienenkönigin den ganzen Winter lang, eng verschlungen mit ihren Beinchen zu einer Form gebildet. Wer fast erstarrt schlüpft weiter nach innen. Wer Sonnenwärme braucht holt für sich und die Königin und andere etwas Honig aus den Kammern.
Die Bienen lieben das Leben, genauer gesagt sind sie das Leben, sie sind der Sonne zugewandt. Sie sind mit ihr bis aufs innerste verbunden und durch sie genährt. Und:
Sie dienen ihrer Bienenkönigin.
In jedem Fall, in jeder Lage, in jeder Jahreszeit, in jeder Sekunde gilt ihre Sorge und ihre volle Aufmerksamkeit der Bienenkönigin.
Sie ist ihre Mutter, ihr geliebtes Wesen, ihre Weisung, ihr Mittelpunkt, ihr „ein und alles“, ihre „Sonne“ in der dunklen kalten Zeit, ihre Freude, auch ihr Leben. (wenn die Bienenkönigin stirbt und keine neue nachgekommen ist, so stirbt das Volk in kurzer Zeit.)
Ihr dienen sie, ihr ordnen sie sich unter, ihr vertrauen sie.
Sie ist von anderer Größe und Statur. Ihr Körper und ihre Liebe hat jedes einzige Bienenstiftlein gelegt, aus dem eine Biene entstanden ist. Sie verströmt einen Duft, der als Heimatsduft von den Bienen erkannt und geliebt wird, der sie wissen lässt, wo ihre Königin ist und was gerade aktuell zu tun und lassen ist.
Natürlich schreibe ich das als Mensch, von außen, gehört gelesen berührt gefühlt.
Meine menschliche Perspektive ist nur eine, doch ist sie die mir gegebene um hier glücklich zu sein.
Was mir der Honig sagt möchte ich mit dir teilen:
„danken schön wunder schön wunder bar, tausende Blüten, den Sternen zugewandt, wurden besucht und verbunden. ich teile mit dir, all das schöne, das lebendige. Lass dich durch mich erinnern an jede einzelne Blüte, jeden einzelnen Stern.

Ich trage die Verbundenheit von Sonne,  Sternen, Blüte, Biene, Mensch in mir und schenk sie dir.
Tausende von Sternen, tausenende von Blüten, tausende von Bienen.
Tausende von Menschen auf der Erde. Du bist ein Mensch davon.
Fühl mal dorthin wo ich herkomme, wie das Leben dort ist, wo so etwas Reines und Friedliches entstehen kann.
Du denkst ich meine die Bienenwohnung. Komme ich dort her?
Wo komme ich her? Wo gibt es mich?
Wo ich herkomme ist für dich fast zu weit zu begreifen.
Wo ich bin ist für dich sehr leicht zu begreifen.
Ich bin auf der Erde. Wie du.
Ich bin Teil der Erde. Wie du.
Ich bin Information in einem Körper. Fast wie du.

Bitte orientiere dich daran wo du jetzt bist und was du jetzt bist.
Du bist auch königlich. So königlich wie ein Stern, wie eine Blüte, wie eine Biene. Sorge gut für dich, beschenke und lass dich beschenken.
Es scheint du seist in der Wahl, was zu tun in deinem Leben, viel freier als die Bienen.
Was ist jetzt dein Herzenswille?
Ist er vielleicht klar und wahr und jetzt schon innen da?
Ich möchte dich bitten:
Willst du dich jetzt ausruhen und erneuern, so tu es.
Tu es liebevoll und im Sinne des Lebens, was du reinen Herzens für dich tust, tust du für einen Teil des Ganzen und damit für alles Leben.
Willst du jetzt schöne Wohnräume planen, erneuern oder reinigen, so tu es.
Tu es liebevoll und im Sinne des Lebens.
Willst du jetzt einen Menschen oder ein Tier willkommen heißen und begleiten und dich von ihm begleiten lassen, so tu es. Tue es liebevoll und im Sinne des Lebens.
Willst du jetzt in Kontakt mit Pflanzen sein, dich und deine Artgenossen mit lebensfroher Nahrung und bunter Fülle versorgen, so tu es liebevoll und im Sinne des Lebens.
Willst du jetzt dir und anderen Lebewesen erinnernde Klänge und Werke schenken, so tu es.
Und willst du bald weiterziehn und dich woanders erneuern, bereite dich liebevoll darauf vor und tue es liebevoll wenn die Zeit gekommen ist, im Sinne des Lebens.
Und wächst du hinein in eine inspirierende Rolle für andere Menschen, und sorgst mit für sie und dienst im Einklang mit allen Lebewesen dem großen Geheimnis, so tu es.
Willst du jetzt dich selbst schenken, dein Dasein, deine schöne Ausstrahlung, dein jetzt-einfach-so-sein, zeig dich so, tu es.
Und willst du jetzt diesen Moment innehalten, die Augen schließen und etwas spüren, was jetzt genau sich dir zeigen mag, dann tu es.
Bitte tu was dir jetzt entspringt und entspricht, ich speche nur was ich schon beobachtet habe bei euch Menschen. Doch es gibt jeden Moment Neues.
Du bist so neu und jeder Moment so frei wählbar, dass es eine Freude ist!

Ich bin der Honig in eurer Sprache.
Ich bin aus freudvollem heilsamem Dienst an sich und anderen, aus gelebter Verbundenheit, entstanden.
Ich bin aus klarer lichtvoller Ausrichtung entstanden.
Ich bin aus einer frischen Freude heraus entstanden.
Ich bin aus Frieden und purem Dasein entstanden.
Bitte fühle was ich sage.
Ich erinnere dich gerne.“

Und der Honig verweilt in Stille.

Mmmh.
Ich danke dir guter Honig, wie du mich tiefer eintauchen lässt in die Verbundenheit.

Ich danke dir Mensch, dass du gerade liest.
Der Austausch sei eröffnet,
Was ist gerade der Mittelpunkt in deinem Leben?
Und fühlt es sich stimmig an?
Manche sagen auch ein Bienenvolk ist ein Lebewesen. Und verglichen mit dem Menschenkörper entspricht die Königin dem Herzen.
Wie kann dein Herz die Aufmerksamkeit bekommen und bestens umsorgt sein, um Dienst und Freude eins sein zu lassen?
Dankeschön für unser Dasein,
Oreana

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