...und ich sitz daneben und könnte tagelang nur zuschauen, mit welcher unglaublichen Geschwindigkeit sie sich an ihre Umwelt anpasst, wie sie immer schneller dazulernt, und ständig neue Herausforderungen sucht - um daran besser zu werden. Und alles mit einem Grinser im Gesicht und einer Leichtigkeit, die mich viel über meine Lebensumstände nachdenken lässt.
Wenn ich davon ausgehe, dass das Programm, das da abläuft über viele Jahrtausende optimiert ist, und dass die Kombination, seine Umwelt parallel körperlich und kognitiv zu erfahren einen Sinn hat und nur in der Kombination so richtig funktioniert, zähl ich innerlich die heute gesessenen Stunden zusammen - und mir wird schlecht. Und wenn wir unser volles Potential ausprobieren wollen, sollten wir vermutlich so schnell wie möglich von Descartes Vorstellung von einem auf den Körper draufgesetzten Geist davonlaufen!
Eine Umgebung, die nur eine minimalen Auswahl unserer sensorischen und motorischen Fähigkeiten
provoziert, wird vermutlich auch keine befriedigenden Lernerlebnisse hervorrufen. Die TED Talks von Sugata Mitra sind in der Hinsicht recht spannend; was kann das Provozieren von direkter gemeinsamer Interaktion für die Möglichkeiten zu lernen bedeuten? Und können daraus Lernsysteme entstehen, die eher an uns angepasst sind - und nicht wir an das jeweilige Lernsystem?
Jegliches Training basiert auf der Anpassung an einen Trainingsreiz, eine Herausforderung, die uns wachsen lässt. Wie herausgefordert wir körperlich sind, wenn wir mit Fußprothesen (i.e. Schuhe) über Asphalt latschen, ist die eine Geschichte. Wie weit wir mit allen Sinnen wahrnehmen, spüren, riechen, fühlen, und kommunizieren(!) können, weil unsere Umgebung zu sehr ökonomisiert ist eine andere. Oder vielleicht die selbe?
Life begins at the End of your Comfort Zone!

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