Am 4.
April entschied ich mich spontan, nach einem verspäteten Frühstückum
10:30 Uhr, vom Mariazeller Zentrum über die Bürgeralpe (Hausberg),
nachhause zu gehen.Es war
sehr warm, sogar am Gipfel (1267m :-) ) hatte es etwa 25 °C.
Ich
ging einfach meiner Nase nach Richtung Holensteinhöhle. Als ich nur
noch ca. 20 Meter vor der Höhle war, flog plötzlich ein riesiger
Rabe aus dem Eingang der Höhle. Der Rabe flog auf einen nahen Baum
direkt über mir und krähte vor sich hin.
Ich war
überrascht von seiner Größe und darüber dass er gar nicht weg
flog sondern über mir in ca. 20 Metern Höhe sitzen blieb.
Er
krähte weiter und weiter mit vielen verschiedenen Lauten und Rufen.
Ich krähte zurück und wir begannen uns mit den Rufen abzuwechseln,
wie in einem Gespräch, nur dass ich die Sprache nicht verstand. Nach
etwa 10 min Geplaudere sprang
der Rabe hoch und flog krähend einen Bogen um den großen Felsen bei dem ich stand. Erst dachte ich er würde weg fliegen aber er flog den Bogen weiter sodass er letztendlich einen Kreis über mich flog und landete wieder auf der Fichte die nur etwa 4 Meter vor mir stand. Er saß auf einem Ast fast ganz oben und pickte darauf herum sodass kleine Teile davon runter fielen. Ich fragte mich ob Peter, mein vor kurzem in den Bergen verunglückter Cousin, in irgendeiner Form dieser Rabe sein könnte. Ich überlegte und dachte mir dass es schön wäre wenn er runter kommen würde. Ich fragte ihn in der herkömmlichen sterischen Menschensprache „Kumm owa!“ was sich jedoch falsch und unangenehm anfühlte.
der Rabe hoch und flog krähend einen Bogen um den großen Felsen bei dem ich stand. Erst dachte ich er würde weg fliegen aber er flog den Bogen weiter sodass er letztendlich einen Kreis über mich flog und landete wieder auf der Fichte die nur etwa 4 Meter vor mir stand. Er saß auf einem Ast fast ganz oben und pickte darauf herum sodass kleine Teile davon runter fielen. Ich fragte mich ob Peter, mein vor kurzem in den Bergen verunglückter Cousin, in irgendeiner Form dieser Rabe sein könnte. Ich überlegte und dachte mir dass es schön wäre wenn er runter kommen würde. Ich fragte ihn in der herkömmlichen sterischen Menschensprache „Kumm owa!“ was sich jedoch falsch und unangenehm anfühlte.
Während
des gesamten Erlebnisses versuchte ich besonders auf mein inneres
Gefühl zu hören und zu beobachten wie und wann es sich verändert.
So
plauderten wir krähend weiter. Ich fragte mich wie es wohl möglich
sein könnte mit ihm zu kommunizieren. Ich kenne verschiedene
Vogelrufe wie die Alarmrufe der Amsel oder der Kohlmeise aber von
Raben wusste ich bis zu dem Zeitpunkt kaum etwas. Ich war überwältigt
von den vielen verschiedenen Lauten und versuchte sie nachzumachen.
Irgendwann kam mir die Idee einfach an das was ich sagen möchte zu
denken während ich die Rufe nachahmte. Ich stellte mir also vor,
dass ich es sagen würde ohne es jedoch auszusprechen, stattdessen
machte ich die Rufe nach.
Als der
Rabe wieder am Ast herum pickte kam mir in meiner Vorstellung das
Bild einen kleinen Ast den er runter fallen lässt du fangen. So
krähte ich hoch und bat in Gedanken darum mir einen Ast herunter
fallen zu lassen. Als ein kleines, ca. 5 cm großes, Stück Ast
runter fällt versuche ich es zu fangen kann es aber gerade nicht
erwischen. Ich hebe das Ästchen auf und krähe mit dem Gedanken, „A
bissl a größeres Astl hätt i scho gern koppt.“ hoch. Ich
drehte mich um und keine 10 Sekunden später fällt ein über 30cm
langer Ast herunter, ich sprang nach vor und konnte ihn fangen. Ich
lachte vor Freude, ich bekam Gänsehaut und mir wurde warm, kalt und
etwas schwindelig. Mit Tränen in den Augen Krähte ich hoch und
bedankte mich viele Male.
Ich
konnte es kaum fassen was gerade geschehen war.
Der
Rabe flog wieder einen großen Kreis wie vorhin, nur dass ich ihn
danach nicht mehr sah.
Nachdem
ich mich kurz im Höhleneingang umsah ging ich um den Felsen herum
und den kurzen Steig hoch bis ich über der Höhle war, dort setzte
ich mich an den steilen Abgrund auf weiches Moos. Ich fragte mich wo
der Rabe sei und ob ich ihn rufen könnte. Ich krähte 2, 3 mal und
wie in einem kitschig mystischen Film flog er kurz darauf in einem
weiten Bogen von rechts nach links, direkt vor mir, etwa 30 Meter
entfernt vorbei. Wieder dachte ich wie vorhin dass er jetzt
irgendwohin weg fliegen würde aber flog den Bogen zu 180° weiter
sodass er diesmal von links nach rechts vor mir vorbei flog.
Er flog
ein paar mal hin und her ließ sich von der Thermik hoch drücken,
klappte seine Flügel ein, drehte sich dabei auf die Seite, und ließ
sich wieder von der warmen aufsteigenden Luft hochdrücken. Danach
verschwand er in Richtung Nordosten. Nach einer Weile entschied ich
mich in Richtung nachhause zu gehen. Auf dem Forstweg gehend, der
durch den Wald, rund um den Berg führt, rief ich ihn wieder mehrere
Male und wieder tauchte er auf und krähte zurück. Voller
Begeisterung krähte ich hoch, imaginär sagend, „Kumm mit!
Treff ma uns bei da Wiesn neben da Sternwarte?“
Als ich kurz danach darüber nachdachte sagte ich zu mir selbst, „Joo
Walter, des Erlebnis ist zwar bis jetzt ziemlich oarg aber jetzt
übertreibst a bissl.“.
Ich
setzte meinen Weg fort und war nach ein paar Minuten wieder in meinen
Gedanken und Erinnerungen an meinen Cousin mit dem ich, auf dem
selben Berg, die ersten gemeinsamen Schitouren ging. Als ich so vor
mich hin ging kam ich zu einer Stelle wo der Forstweg geradeaus
führte. Plötzlich sehe ich im dichten Wald den Raben fliegen. Von
links kommend fliegt er bis zum Forstweg auf dem ich gehe, dreht 90°
nach rechts, fliegt pfeilgerade auf mich zu und dreht ca. 20 Meter
vor mir wieder 90° nach rechts und verschwindet, ohne einen Laut
oder Ruf von sich zu geben wieder im Wald. Ich war so perplex, dass
ich nicht wusste was ich tun sollte. Ich rief keine Krähenrufe
zurück und ging einfach weiter.
Als ich
in etwa eine halbe Stunde später an der Wiese, wo sich die
Sternwarte befindet, ankam hätte ich schon fast darauf vergessen,
dass ich den Raben fragte bis zur Wiese mitzukommen. Ich glaube ich
habe es verdrängt da irgendein Teil in mir sagte, dass es lächerlich
und unrealistisch sei sich mit einem Raben zu unterhalten. Wie auch
immer, als ich über die Wiese gehe höre ich ein sich wiederholendes
„Gluck-Gluck“, wobei das das erste Gluck im Ton höher war als
das zweite. Der Ruf ähnelte dem eines Auerhahns. Wie auch immer,
jedenfalls erinnerte mich das Geräusch an den Raben und daran dass
wir uns eigentlich hier treffen sollten. Daraufhin scanne ich mit
meinen Augen die Baumspitzen in der Hoffnung den Raben wiederzusehen.
Nach kurzer Suche krähe ich, „Wo
bist du?“. Daraufhin höre ich ein Krähen, sehe aber
nur 2 Krähen die rechts von mir vorbei flogen. Weiter suche ich die
Bäume ab bis ich sah wie sich während des Rufes des Raben etwas in
einer hohen Fichte bewegte. Ich erkannte die Silhouette des Raben,
krähte in seine Richtung, „Bist du das?!“ Der
Rabe kräht zurück,springt vom Ast und fliegt hoch, einen Kreis und
in einem weiten Bogen wieder zurück in Richtung Höhle. Völlig
überwältigt stehe ich auf der Wiese, Gänsehaut zieht sich über
meinen gesamten Körper. Mir wird wieder wechselweise kalt, warm und
schwindelig. „Das ist mir jetzt zu krass..“, sage ich
mir.
Was auch immer mir der Rabe sagen wollte oder was auch immer hinter
dieser, für mich extrem schönen und intensiven, Erfahrung steckt.
Für mich ist es ein weiters klares Zeichen, dass in dem Leben
welches mir bisher bekannt war viel mehr steckt als ich dachte oder
mich zu glauben traute.
In Kindheitsträumen liegt viel mehr Wahrheit als ich als Kind lernte
zu glauben.
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